Neues aus dem Verein

Dyas Sommerregatta 2024

17.09.2024 von Marc Lennard Morisse

Am Wochenende 07./08. September fand am Rursee die Dyas Sommerregatta statt. Vom ASV haben Jakob Krause und Jans Wollseifen auf der Sonnenwende und wir (Jonas Harnacke und Marc Morisse) auf der Cameron teilgnommen Insgesamt 14 Dyas (davon 3 extern) hatten sich auf unserm schönen Heimatrevier zum Regattasegeln zusammengefunden. Der Samstag verwöhnte uns nach dem Melden zwar mit Sonne, doch zunächst war auch absolute Flaute. Als schließlich doch etwas Wind aufkam, wurde schnell ein passender Kurs ausgelegt und der erste Lauf gestartet. Bis zur ersten Luvtonnenrundung lief noch alles normal, durch die etwas unerwartet vorgeschriebene Steuerbordrundung gab es dann allerdings etwas Aufregung in der führenden Gruppe (scheinbar hatten das nicht alle mitbekommen). Dadurch war das dann immerhin für den Rest des Feldes klar.

Leider flaute der Wind danach schnell immer weiter ab und der erste Lauf wurde noch abgeschossen, bevor Stranskys fast das gesamte Feld überrunden konnten. Da wir zu dem Zeitpunkt auf dem 5. Platz segelten wurden wir durch das Abschießen auch vermeintlich davor „gerettet“ diesen Bericht schreiben zu müssen… (bei Dyas Ranglisten wird das Boot, welches im ersten Lauf auf dem fünften Platz gelandet ist, zum Bericht schreiben "überedet")

 

Schnell wurde danach klar, dass der Wind für Samstag auch nicht mehr wiederkommen würde. Daraufhin wurde das Fass angestochen und weitere Wettfahrtambitionen vertagt.

Abends wurde mit großer Freude die Cateringfirma begrüßt, die pünktlich unser vermeintliches Essen brachte. Beim Aufbau des Buffets kam jedoch leichte Verwirrung auf: Wieso wurde denn noch Nachtisch gebracht? Im Vorhinein hatten fleißige Helfer doch schon selbst welchen vorbereitet. Und ist das nicht allgemein etwas wenig Essen?!

Nachdem der Mitarbeiter, der das Essen gebracht hatte, einige Male panisch hin und her gerannt war, stellte sich dann heraus: Er hatte vorher bereits in der Nähe für eine andere Veranstaltung Essen ausgeliefert… Unser Essen…

Schnell wurde alles Essen wieder in den Transporter geladen und der Caterer versuchte gemeinsam mit einigen Helfern des SCWR bei der anderen Veranstaltung unser Essen zu retten.

Nach einiger Zeit kehrte der heldenhafte Einsatztrupp wieder: Teile unseres ursprünglichen Essens konnte erfolgreich gegen den Nachtisch eingetauscht werden. Insgesamt hatten wir so dann eine deutlich größere Auswahl als ursprünglich geplant und alle wurden satt. Was die Getränke anging, herrschte den ganzen Abend kein Mangel, da alles von den Helferinnen und Helfern des Clubs organisiert worden war.

 

Sonntagmorgen hat sich der Rursee dann von seiner besten Seite gezeigt und der Wind meinte es deutlich gütiger mit uns. Trotzdem war es sogar noch so warm, dass schon im ersten Lauf so manch einer Lust hatte zu baden. Abgesehen davon konnten aber drei Läufe unter fast durchweg perfekten Bedingungen gesegelt werden. Nur im dritten Lauf flaute der Wind wieder etwas ab, wodurch auch wieder fiese, für den Rursee aber leider übliche, Dreher auftraten. Glücklich konnten wir alle abbauen und uns dann Siegerehrung mit Kaffee und Kuchen zusammenfinden.

Herzlichen Glückwunsch an Silke und Jörg, die auf ihrem Heimatrevier mal wieder den ersten Platz erringen konnten! Der Sonderpreis Kaffeemühle, für die am weitesten auseinanderliegenden Platzierungen, ging an Sigrid und Dieter mit einem ersten und einem vierten Platz. Und wir konnten den Tag über ganz definitiv sicherstellen, dass wir diesen Bericht schreiben dürfen: Drei fünfte Plätze führten auch insgesamt zu einem fünften Platz für uns.

Ein großer Dank gilt dem SCWR und allen fleißigen Helferinnen und Helfern! 

Nun freuen wir uns schon aufs nächste Jahr!

Kehrausregatta 2024

10.09.2024 von Sebastian Merz

Bericht über die Kehrausregatta des SCJ 2024

Dieses Jahr nahmen insgesamt 6 Boote mit ASVern an Bord an der Kehrausregatta des SCJ teil. Die Regatta, welche in diesem Jahr mit einem Melderekord von 70 Booten auftrumpfte, wurde in fünf Klassen ausgesegelt. Die ASV-Boote traten sowohl in der Yardstickwertung als auch mit dem Piraten in der Ranglistenwertung an. Der Samstag bereitete auch einen Segeltag der schöner nicht sein konnte. Bei Sonne und wunderbarem Wind konnten zwei Läufe in allen Klassen gesegelt werden. Auf dem Wasser herrschte so ein herrliches Gewusel, was den Seglern einige Aufmerksamkeit abverlangte. So stellten beim anschließenden Anlegebier alle gemeinsam fest, dass der Segeltag anstrengender als erwartet war. Aber auch davon ließen sich die ASVer nicht aufhalten und machten sich schleunigst auf den Weg zum traditionellen Spanferkelessen. Denn jedem der diese Regatta segeln möchte sei gesagt es lohnt sich vorne in der Essenschlange zu stehen. Aber das ist ja die leichteste Übung für uns. So konnte bei leckerem Essen und ausstreichender Bierversorgung ein entspannter Abend genossen werden.

Der nächste Tag versprach dem Wetterbericht zu folge sogar noch etwas besseren Wind als der Samstag. Der erste Start war auf 10:30 angesetzt. Nachdem wir also an unserem Steg lostrieben, voller Erwartung, dass es „um die Ecke“ wohl Wind geben würde, wurden wir schnell enttäuscht. So begann das Wartespiel. In diesem Fall konnten die Segler ausnahmsweise die besondere Topografie des Sees zu schätzen wissen. So es keinen Wind gab, gab es entlang der Ufer den Schatten der Berge. So kam es, dass beinahe alle Boote nur wenige Meter entfernt vom Ufer den Schatten suchten und sich so sehr ungleich auf dem See verteilten.

Nach einigen Stunden warten und einem Abgebrochenen Startversuch dann die Erlösung AP über Alpha endlich zurück zum Steg und baden gehen.

Blaues Band vom Rursee 2024

13.08.2024 von Marc Lennard Morisse

Beim diesjährigen "Blauen Band" am 09.05 traten 12 ASVerinnen und ASVer in 6 Booten an, um sich in der Yardstick-Wertung mit 13 weiteren Crews zu messen. Jan Küper konnte sich erfolgreich im Aerasmus den 3. Platz ersegeln.

Für einen Vatertag war es wohl das perfekte Wetter mit Sonnenschein und keiner einzigen Wolke am Himmel. Einzig der Wind wehte anfangs kaum und zum Mittag hin nur schwach mit 1-2 Beaufort aus nördlichen Richtungen. Gestartet wurde nach einer kurzen Startverschiebung gegen 11:30 in zwei Gruppen vor dem Wildenhof, der auch gleichzeitig als Ausrichtungsort diente. Der übliche Kurs der Regatta um die Tonnen 1 und 9 wurde aufgrund des schwachen Windes verkürzt und geändert. Es mussten die Tonne 8 und Tonne 2 umrundet werden. Trotz der Anpassung dauerte der einzige Lauf für die Segler zwischen zwei und drei Stunden. Grund dafür waren sicherlich auch die riesigen Windlöcher vor der Tonne 8 und vor der ASV Hütte. Auch ohne viel Wind war es ein spannendes Rennen in dem sich das Feld immer wieder änderte.

Für einen gelungenen Abschluss sorgte ein sehr schmackhaftes und üppiges Buffet sowie eine kurze Siegerehrung. Uns hat diese Regatta, trotz der schwierigen Windverhältnisse, sehr viel Spaß gemacht und ich bin froh, dass ich meinen beiden Vorschotern das Regattasegeln etwas näher bringen durfte. Lisa und Jan waren eine starke Crew, ohne die der Zugvogel jetzt wohl etwas grüner von unten wäre. Zum Abschluss noch ein paar Worte unseres gelben Lieblings:

"Joa, det wör en echt schön Dag. No en Tualettenpås 5 Minuute
for dåt bekånd mååge singnool, kuude wi janz in Luv en
ünfermousem gödje Start mååge, wat ouers diräkt faan meyn
Stjörmoon döör en katastrofaal Wenderee kaput moaket wuude.
Joa, dan hääben wi eerstmoal en lange Tid janz al smuke Boote
faan achter secht, en üs for de Tonne 8 faan en Laser ouerhååle
laten. Am Beach Club hääwe wi dan üs leetst Schangs grepen en
üs in Lee am Pulk forbai schluukt. No en lüttje Elchmanöver an
de liiwdeinsel hääwen wi üs en lange Kop an Kop råånen mä det
Cameron lieuwert, dee üs dan auer üüb de Krüs elegant weer
verlaat hää. No 2:30 Stün hää ik dan weer trüch mut in di
huuven. Wäär ik en Peerd wuuden, hää man mi tumanst wat tu
eeten mitbröcht." - Crashtest

Ein Bericht von Lorenz Hagemann.

Maiglöckchen 2024

13.06.2024 von Hannah Neubaur


Maiglöckchenregatta im Juni bei Aprilwetter?  Warum nicht. Also die Wettervorhersage ließ etwas zu wünschen übrig, aber es gibt ja kein falsches Wetter, sondern nur, naja ihr wisst schon… Bei Nieselregen und wenig Wind einigten wir uns also mangels Regattaleitung auf einen sogenannten Kängurustart. Wir, das waren auf den Booten jeweils: Jakob & Hannah M. mit der Cameron, Jan W. & Emma mit der Sonnenwende, Alexander B. & Mathis mit dem Polyfalken und Hannah N. & Zissi mit dem Pirat. Nach einem Lauf war der Wind aufgebraucht und wir entschieden uns die Regenpause für ein Essensgelage zu nutzen, der Grill am Rursee funktionierte wie die Reisetasche von Mary Poppins. Eine Sundowner-Runde mit der Amme ersparten wir uns – zu viel Regen, zu wenig Sonne. Stattdessen ließen wir den Abend in entspannter Runde in der Hütte ausklingen. Am nächsten Morgen war die Erkenntnis bitter: Regen, Windstille, weit und breit keine Sonne in Sicht. Aber wir waren nicht die einzigen, die auf die Wettervorhersage reingefallen waren: Beim Frühstück trafen die nächsten von Windfinder in die Irre geführten ASVer ein. Zack hatten wir ein Boot mehr an der Startlinie: Louise und Jörg mit der Amme. Nach Yardstickzahlen-Klamüser wusste jeder seine Startzeit und los ging’s. Nach dem Lauf ist vor dem Lauf, doch da sind ja Leute am Steg! Schnell hin und erstmal noch mehr Boote für den dritten Lauf begeistern. Eine Crew winkte dankend ab mit Verweis auf die - durch wenigstens ein paar Sonnenstrahlen untermalte - Flaute. Doch Dieter konnte noch dafür begeistert werden mit seiner BM-Jolle mitzusegeln.

Die finale Auswertung ergab nach einem engen Kopf an Kopf Rennen zwischen den beiden Dyas, dass Jan und Emma auf Platz 1 und Jakob mit wechselnden Vorschotern auf Platz 2 landete. Der Pirat mit Hannah und Zissi kam gerade so auch noch aufs Podium. Was aber viel wichtiger ist: Auch bei nicht perfektem Wetter hatten wir ein tolles Wochenende am Rursee mit sehr viel Segeln und Freude! Fazit: Ihr solltet definitiv nächstes Jahr das Wochenende der Maiglöckchen-Regatta auch mit einer Teilnahme bei besagter Regatta verbringen!!! :-)

Segeln? Segeln! Die erste Reise mit Schiffer Serjo

07.06.2024 von Marc Lennard Morisse
Die AGIV vor Perast
 
Tag 1:
Wir, das sind Oli und ich, sind erst gegen halb 10 abends am Boot angekommen. Da die anderen noch in Korfu Stadt unterwegs waren, haben wir uns in eine Bar am Hafen gesetzt. Ungeahnt dessen, dass währenddessen das Champions League Finale zwischen Dortmund und Madrid ausgetragen wurde. Wir genossen den Abend und warteten auf ihre Rückkehr. Als sie kamen, ging der Blick der meisten direkt auf den Fernseher in der Ecke, denn im Gegensatz zu uns gab es in der restlichen Crew einige Fußballfans. Der Sieg von Madrid erfreute allerdings nur einen in dieser Bar: unseren lieben Spanier Thomas.
Zurück an Bord war das Boot dann für die Nacht voll belegt.
 
Tag 2:
Nach einem tränenreichen Abschied von Carlo, Volodymyr und Erik und dem Nachspielen der Szene auf der Suche nach dem Passierschein A38 durch Serjo bei den griechischen Behörden, konnten wir endlich in See stechen. Der ASV hat dann direkt einmal gezeigt, was für ein tolles Motorboot er da hat, denn von Wind konnte erstmal keine Rede sein. Pünktlich um 16 Uhr kam später etwas Wind auf und wir konnten segeln. Es zog uns in die kleine Bucht Ereikoussa im Norden des Ionischen Meers. Sehr idyllisch mit einem alten Windrad und kleinen Häusern. Nach schwimmen war den meisten von uns nicht zu mute, denn die Wolken hatten sich zugezogen und es wurde kühler.
 
Tag 3 und 4
Der Tag startete mit Regen. Hatten wir diesen etwa aus Luxemburg mit eingeflogen? Ich hoffe nicht!
Das Sonnensegel ist glücklicherweise auch ein super Regensegel und wir konnten trotzdem nochmal die schöne Aussicht bei unserem Frühstück genießen.
Wir brachen auf, der Regen hat aufeghört und wir hatten super Wind. So super, dass die Crew mir all ihre Segel in Action zeigen wollte. Also erstes Segel hoch und wieder runter, das nächste Segel wieder hoch, und auch wieder runter und das vorherige wieder hoch, dann noch ein neueres usw. Nachdem gefühlt jedes Vorsegel mindestens einmal oben war, entschied man sich für den Spi (S2). Dies schien eine sehr gute Entscheidung gewesen zu sein, da wir 6 Stunden so weiter segeln konnten und wir uns erst gegen 22 Uhr entschieden den Spi wieder zu bergen.
Unsere Nacht hatte mit konstantem Wind, einer Schildkröte und einigen Delfinen geglänzt. Als ich um 6 Uhr meine nächste Wache antrat war Montenegro schon in Sicht.
Unser Ziel, Bar (die Stadt), erreichten wir gegen mittag. Während Serjo sich wieder mit Behördengängen vergnügte, haben wir unser nächstes Ziel rausgesucht. Denn so interessant wie der Industriehafen von Bar auch war, hatten wir uns als Crew eine etwas schönere Aussicht gewünscht. Es wurde sich für eine kleine Bucht entschieden, von der es hieß, dass es dort ein Anwesen für reiche Leute geben würde. Wir schlussfolgerten, dass es dort nur schön sein kann und wurden definitiv nicht enttäuscht: rechts ein kleiner Fels im Wasser, links das besagte Anwesen auf einem Felsvorsprung und direkt vor uns eine grüne Berglandschaft mit kleinen Häusern und Hotels.
 
Tag 5
Heute sollte es weiter in den Fjord/ Golf von Kotor gehen. Dem mäßigen Wind haben wir getrotzt und sind stetig gen Norden in Richtung Fjordeingang gesegelt und konnten währenddessen zu unserer Freude noch ein paar Katamarane überholen.
Der Fjord war umrandet von steilen, grünen Berglandschaften, mit kleinen Dörfern und unzähligen Kirchen.
Nach einer Weile haben uns die Rurseeverhältnisse schnell wieder eingeholt und wir erreichten unser Ziel Kotor nur mit Motorleistung. Wir legten am Hafen zwischen einigen Superyachten an und spazierten durch die verwinkelte Altstadt. Der Abend endete in einer kleinen Bar mit den vermutlich teuersten Getränkepreisen der Stadt, aber „man gönnt sich ja sonst nichts“.
 
Tag 6
Der nächste Tag startete nach dem Frühstück für die einen mit der Besichtigung der Festung, für die anderen mit der Besichtigung von lokalen Bier- und Weinsorten in diversen Cafés.
Am Nachmittag legten wir ab und machten uns auf den Weg Richting Perast. Wir hatten das kleine UNESCO Weltkulurerbestädtchen schon auf dem Hinweg gesehen und wollten dort einen Halt machen. Da die Touristenboote dort nur bis 17 Uhr anlegen, bekamen wir einen Premium-Platz direkt an der Promenade. Nach kurzen Preisverhandlungen von 2€ pro Meter pro Stunde auf 70€ für die ganze Nacht auf 0€ konnten wir mit ruhigem Gewissen die montenegrinische Küche erkunden.
 
Unsere Crew beim segeln vor der Altstadt von Dubrovnik
 
Tag 7
Der Tag begann früh, denn wir hatten viel vor. In Montenegro ausklarieren, bis nach Dubrovnik segeln, in Kroatien einklarieren und uns eine schöne Bucht für die Nacht suchen. Auf dem Weg in die Marina haben wir uns noch die Altstadt Dubrovniks vom Wasser aus angesehen, dies sollte sich kurze Zeit später noch als teure Angelegenheit herausstellen, denn beim einklarieren bei der kroatischen Marina teilte man uns mit, dass wir nicht auf direktem Weg zur Marina gefahren sind und somit eine Strafe zahlen müssen. Gelohnt hat sich dieser Blick auf die Altstadt trotzdem. Nach den harten Verhandlungen mit dem kroatischen Hafenmeister muss unser frustrierter Schiffer dann schnell vom Zollsteg weggefahren werden.
Die letzte Nacht der Reise verbringen wir in einer schönen Bucht bei Lopud, einer der Inseln vor der kroatischen Küste. Hier lassen wir nun die schöne Zeit Revue passieren. Das Highlight ist der Sternenhimmel mit der ein oder anderen Sternschnuppe. Welche Wünsche davon wohl in Erfüllung gehen?