Wieder 24 Stunden auf der Außenalster!


Am 1. und 2. August war es wieder soweit: Die 24h-Regatta des ASV Hamburg fand auf der Außenalster statt und wir waren mit dabei. Diesmal mit gleich zwei Booten, dem KZV Crashtest sowie unserem Piraten Coco Jambo, und insgesamt 16 TeilnehmerInnen.

Mit so vielen TeilnehmerInnen mussten wir uns gut koordinieren, sowohl was die Anfahrt, das Kranen, die Rückfahrt als auch die Schichtplanung angeht. Pro Runde segelte ein Team aus zwei Personen. Eine der beiden wurden nach der Runde von der nächsten Person abgelöst. So übernahm jede Person mal das Steuer und die Vorschot. Nach 24 Stunden gewinnen dann diejenigen, die die längste Strecke zurückgelegt haben.

Die Stimmung vor Ort war super. Es war sehr sonnig und warm. Am ersten Tag hatten wir auch noch Wind, der sich leider so gegen 19 Uhr mit einem perfekten Sonnenuntergang verabschiedete und auch nicht wieder kam. Ab da wurden die Segelschichten sehr langwierig und wir wechselten das Schichtsystem zu einem 100 % Crewwechsel, um es allen etwas angenehmer zu machen. Die Runden dauerten ab da circa zwei bis drei Stunden (Spoiler: manche auch länger). Die Personen, die sich gerade nicht auf den Booten befanden, zogen sich zurück ins Matratzenlager, um ein paar Stunden Schlaf zu bekommen, oder genossen eine warme Dusche. 

Als langsam die Dunkelheit einbrach, leuchteten die kreativen Lichtinstallationen der Boote auf dem Wasser auf. Motto der Regatta dieses Jahr war Abenteurer und Entdeckerinnen. Von bunten Lichterketten über ein grünes Loch Ness-Ungeheuer und einem Raumschiff bis hin zu einem gruseligen Geisterschiff waren sehr kreative Ansätze dabei. 

24h Regatta ASV Hamburg

Ab der nächtlichen Flaute machte das Motto seinem Namen alle Ehre und die Regatta gestaltete sich als ein abenteuerlicher Kampf um jeden Meter. Mal überholten wir, mal wurden wir überholt, abhängig davon, wer einen kurzen Windzug und die richtige Segelposition erwischte. So hielten Hannah und Lukas mit dem Piraten beispielsweise Kurs auf die Zusatztonne und kämpfen sich zurück ins Feld, als plötzlich der KZV an ihnen vorbeischoss und alle überholte. Mal hatte man leicht Schwung und fuhr ein paar Meter, mal stand man gefühlt eine Stunde an einer Stelle und es kam auch vor, dass man hintereinander drei 360s hinlegte (es dauerte lange bis Paul und ich dafür eine Lösung fanden). Aber wir gaben nicht auf und kämpften bis zum Ende. 

Dann war es nach 24 Stunden endlich soweit! Wir fuhren ins Ziel ein. Dabei wurde der Crashtest fast durch die folgenden einfahrenden Boote gecrasht. Es ging aber nochmal alles gut, da wir alle schnell eingriffen. Der Coco landete auf Platz 13 mit einer Gesamtstrecke von 46,125 sm und der Crashtest auf dem 12. Platz mit 48,239 sm. 

24h Regatta ASV Hamburg - Crew vom Crashtest

24h Regatta ASV Hamburg - Crew des Coco Jambos gewinnt FairSail-Preis

Die Crew des Coco Jambos gewann außerdem den FairSail-Preis. Für alle, die sich fragen, was es damit auf sich hat: Der FairSail-Preis wird an die Crew verliehen, die sich, nach der Meinung der anderen Gruppen, beim Segeln besonders fair verhalten hat, sei es durch Vorfahrt gewähren in Situationen, in denen das eigentlich nicht vorgesehen wäre oder aber auch zum Beispiel, wenn man bei einer windstillen 5 ½ h-Runde (an dieser Stelle Props an Torge und Emma für euer besonders starkes Durchhaltevermögen!) Pizza an Board hat und diese mit anderen Booten teilt :) Kann man nach so vielen Stunden und keinem Wind eigentlich eine Bootsbruderschaft abschließen? 

Für alle, die jetzt auch Lust haben bei der 24h-Regatta in Hamburg vom ASV Hamburg mitzumachen: Die nächste findet vom 31.7. bis zum 01.08.2027 statt. Wir können das Event auf jeden Fall sehr empfehlen, trotz Flaute!

 

Autorin: Alicha Maichin