Maiglöckchenregatta 2025


Last man standing? Bei der diesjährigen Maiglöckchenregatta sagte die Wettervorhersage sehr viel und sehr böigen Wind bei bewölkten oder regnerischen Bedingungen an. Vielleicht gab es auch deshalb lediglich 10 Meldungen, sieben davon vom ASV. Es hieß also am Samstagmittag Neo anziehen und ab geht’s. Zwei Boote hatten sich im Vorhinein bereits abgemeldet und noch vor geplantem Startbeginn um 13 Uhr hatten wir bereits drei Ausfälle zu verzeichnen. An unseren Booten ist alles heile geblieben aber eines hatte wegen zu schweren Bedingungen aufgegeben und musste letztendlich halb schwimmend, halb am Ufer laufend zum Steg zurückkehren. Zwei weitere, externe Boote gaben auf, weil das eine aufgelaufen war und das andere hatte mit einem abgerissenen Pinnenausleger, einem gerissenen Vorstag und einem ausgerissenen Traveller besonders viel Pech. Beide wurden zu ihrem Heimathafen zurückgeschleppt. Nachdem auch noch das Startboot nicht mit Gewichten befestigt werden konnte, wurde der Start an unseren Stegkopf zurückverlegt. Ein besonders gutes Bild machte dabei unser neues Motorboot Häcksler, welches mit dem Polyvalk nebendran und mit Gewichten auf Grund (da man sie nicht mehr hochbekommen hat) dennoch super an den Steg zurückkam. Auch im weiteren Verlauf war es ein essenzieller Bestandteil der Regatta, um die Tonnen zu legen und für Sicherheit zu garantieren. Als jedoch noch mehr Wind aufkam, wurde mit einem allgemeinen Rückruf abgeblasen. In der Zwischenzeit waren ich und alle anderen kleinen Schwertjollen bereits mehrfach gekentert. Spaß hat es zwar gemacht aber ein wirklicher Regattastart war so kaum möglich. Dennoch war auch der folgende Samstag mit gemeinsamen Grillen auf unserem neuen Gasgrill und etwas entspannterem Segeln auf der Dyas am Nachmittag sehr schön. Am nächsten Tag sollte um 10 Uhr gestartet werden. Als ich um kurz vor 9 an der Hütte ankam, lagen alle noch schlummernd in ihren Betten, sodass im Anschluss nur schnell gefrühstückt wurde, um dann direkt aufs Wasser zu kommen. Bei etwas milderen Bedingungen aber weiterhin noch viel Wind, konnte es dann endlich um kurz nach 10 losgehen. Allerdings waren es aus verschiedenen Gründen dann nur noch drei Boote: Marc M. und Jonas H. auf dem 505er, Tobi R. und Johannes S. auf der Dyas und mich auf dem RS Aero. Galt also einfach nur Last Man standing? Es wirkte am Start so, denn ich kam nur 10 Meter weit bis zur ersten Kenterung. Aber egal, aufrichten und schnell weiter. Die Dyas sah noch recht entspannt aus aber auch der 505er hatte mit den Bedingungen zu kämpfen. Dennoch fuhren wir in der Reihenfolge 505er, Dyas, Aero ins Ziel. Auch beim zweiten Lauf und bei immer stärker werdendem Wind sah die Reihenfolge gleich aus aber nach einigen Kenterungen lag ich deutlich weiter zurück. Eine Kenterung direkt vor der Ziellinie steigerte meine Laune jetzt auch nicht gerade. Nach kurzem Gespräch mit der Regattaleitung mit der Frage, ob ich denn noch genug Energie hätte, startete der letzte Lauf nur noch mit zwei Booten. Trotz schweren Bedingungen machte es weiterhin wirklich viel Spaß und wenn man nur 20 Sekunden nach der Dyas ins Ziel kommt, weiß man auch schnell, dass das wohl ganz gut gewesen sein muss. Erschöpft und mit vielen blauen Flecken grillten wir abschließend noch inklusive Siegerehrung. Turns out: Das Boot, welches jeden Lauf nach Zeit letzter geworden ist, hat nach korrigierten Zeiten insgesamt gewonnen. Dafür gab es auch einen super schönen, neuen Maiglöckchenpokal. Danke Yardstick!! Geschrieben: Jan Debeur