Von Astronauten, Aliens und Raumstationen auf dem Aasee in Münster - Aaseepokal 2023:


Spoiler-Alert: Wir machen nicht Werbung für den Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik, sondern erzählen von den Abenteuern der Aaseenauten in ihrem Wettkampf mit den Weltraumpiraten.

10, 9, 8, 7, 6, 5 Uhr Start der Rakete „Autoboot“ Richtung Münster. Dort angekommen wurde unser Raumschiff Coco Jambo mittels Kran in den freien Aaseeraum gehoben. Da war ungefähr so viel los wie am Weltraumbahnhof Coruscant. Die Aaseenauten der 75 gemeldeten Teams bereiteten fleißig ihre (Raum)-Schiffe für die anstehenden Wettfahrten vor. In der Aaseenauten(raum)schiffpilotenbesprechung (ugs. Steuermannsbesprechung) erfuhren wir unsere Startgruppe sowie die Zeit für den Lift-Off des ersten Laufs.

(Aufgrund mangelnder Breite des Sees und somit einer sehr schmalen Startlinie werden die Wettfahrten in zwei Gruppen ausgetragen)

Mit dem an die Bedingungen angepassten (Wasser)Raumanzug (ugs. Ölzeug) konnten wir bei kräftigen Windbedingungen zwei gute Läufe segeln. Die Aaseenauten der anderen Startgruppe traf es heftiger: Ein Sturm zieht während des Laufs auf und der Wind kam in heftigen Böen bei den Schiffen an. Nicht alle Aaseenauten waren darauf gefasst, was zu Manövrierschwierigkeiten und damit verbundenen Vorfällen von außer Kontrolle geratenen Schiffen führte. Es kam sogar so weit, dass ein Aaseenaut von seinem Raumschiff getrennt wurde und in einer Rettungsaktion von einem Weltraumpiraten geborgen werden musste. Andere Raumschiffe beherrschten die Bedingungen hingegen so gut, dass ihnen der Sprung in den Hyperraum gelang (ugs. Gleitfahrt).

Am nächsten Tag wurde je Startgruppe der übrige letzte Lauf gesegelt und mit der Siegerehrung konnten alle Aaseenauten guten Gewissens zurück in die Realität kehren.

Auch wir schlossen diese außergewöhnliche Ranglistenregatta sehr zufrieden mit einem 20. Platz von 75 gesegelten Teams ab und freuen uns schon auf das Motto des Aaseepokals nächstes Jahr.

 

Bericht von Sebastian Merz und Hannah Neubaur